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Aloe Vera Saft oder Trinkgel? Anbau und Verarbeitung im Vergleich

Handernte im Hochland oder Ganzblatt aus der Maschine, Vitamin C oder Hitze, Blattgel oder Pulver: Woran du erkennst, was in „100 % Aloe Vera“ wirklich steckt.

4 Min. Lesezeit

Weite Aloe-Vera-Felder vor einer Bergkette
Bild: LR Health & Beauty

„100 % Aloe Vera“ steht auf vielen Flaschen. Was drin ist, entscheidet sich aber nicht am Etikett, sondern davor: beim Anbau, bei der Ernte und bei der Verarbeitung. Dieser Artikel zeigt, wie LR das Blattgel gewinnt, was industrielle Verfahren anders machen und woran du den Unterschied erkennst.

Wer lieber schaut als liest:

Wie LR anbaut und erntet

Das Anbaugebiet für das reine Aloe-Vera-Blattgel von LR liegt im mexikanischen Hochland. Die Pflanzen wachsen dort ohne Pestizide; ihre eigenen Inhaltsstoffe schützen sie vor Pilzen und Bakterien. Die Plantage liegt fernab großer Städte, die Luft ist besonders rein. Was von der Pflanze nicht verwendet wird, geht als natürlicher Dünger zurück auf die Felder.

Geerntet wird nicht maschinell. Nur die äußeren Blätter, die ihre volle Reife erreicht haben, werden von Hand abgeschnitten. Die jungen, noch nicht ausgereiften Blätter bleiben an der Pflanze.

Ein Erntehelfer trägt frisch geschnittene Aloe-Vera-Blätter über das Feld
Geerntet wird von Hand, Blatt für Blatt.Bild: LR Health & Beauty

Vom Blatt zum Gel: die Verarbeitung

Die Weiterverarbeitung findet in der Nähe der Felder statt, in fünf Schritten:

  1. Waschen: Die Blätter werden mit Quellwasser gewaschen.
  2. Filetieren: Das Blattmark wird von der Blatthaut getrennt. Dieser Schritt ist entscheidend, denn die Blatthaut enthält den abführend wirkenden Stoff Aloin, der nicht zum regelmäßigen Verzehr geeignet ist.
  3. Kalt mixen: Die Filets werden bei niedrigen Temperaturen gemixt. So entsteht das natürlich getrübte Aloe-Vera-Gel.
  4. Haltbar machen mit Vitamin C: Statt das hitzeempfindliche Gel zu pasteurisieren, wird Vitamin C zur Haltbarmachung zugesetzt.
  5. Transport: In Tanks kommt das reine Gel temperaturüberwacht nach Deutschland, wo die Drinking Gele abgefüllt werden.
Hände lösen das Blattgel aus einem aufgeschnittenen Aloe-Vera-Blatt
Filetieren: Das Blattmark wird von der Blatthaut getrennt.
Edelstahltanks mit der Aufschrift Aloe Vera Drinking Gel in einer Produktionshalle
Aus den Tanks wird in Deutschland abgefüllt.Bilder: LR Health & Beauty

Was industrielle Verfahren anders machen

Die Industrie hat Wege gefunden, Aloe Vera günstiger zu produzieren. Drei davon solltest du kennen.

Die maschinelle Ernte

Erntemaschinen senken die Kosten, ernten aber die gesamte Pflanze. Neben den reifen äußeren Blättern landen auch junge Blätter mit geringerer Konzentration an Inhaltsstoffen in der Verarbeitung.

Die Ganzblatt-Verarbeitung

Damit das Blatt nicht aufwendig filetiert werden muss, werden die Blätter im Ganzen gemixt. Das Ergebnis enthält auch das Aloin aus der Blatthaut, das für den Verzehr nicht zugelassen ist. Um es zu entfernen, wird der Saft durch Aktivkohle gefiltert. Die Kohle bindet aber nicht nur Aloin, sondern zahlreiche weitere Inhaltsstoffe. Das fertige Produkt ist dann zwar „100 % Aloe Vera“, aber mit deutlich niedrigerer Konzentration an Inhaltsstoffen.

Der Transport als Pulver

Eine große Handelskette wirbt sinngemäß so: Der Saft wird schonend getrocknet, als Pulver nach Europa transportiert und dort wieder zu einem Vitaltrunk mit sehr hohem Aloe-Vera-Anteil verarbeitet. Dahinter steckt: Das hitzeempfindliche Gel wird eingekocht, bis nur noch Pulver übrig bleibt. Der Transport kostet dann einen Bruchteil. Im Zielland wird das Pulver wieder mit Wasser gelöst, und heraus kommt erneut „100 % Aloe Vera“, mit sehr niedriger Konzentration an Inhaltsstoffen.

Woran du ein gutes Aloe-Vera-Trinkgel erkennst

Merkmale der Aloe Vera Drinking Gele von LR:

  • Verarbeitung des reinen Blattgels, ohne Blatthaut und Aloin
  • keine Erhitzung des Blattgels
  • ein Anbaugebiet mit guten Bedingungen in Mittelamerika
  • hoher Anteil an reinem Blattgel: 90 bis 98 %, je nach Sorte
  • hohe Konzentration der natürlichen Inhaltsstoffe
  • Zertifizierung durch das Institut Fresenius und den IASC (International Aloe Science Council)
  • Abfüllung in Deutschland
  • über 20 Jahre Erfahrung
Ein Schild mit dem Siegel des Instituts Fresenius für regelmäßige Qualitätskontrolle
Das Siegel des Instituts Fresenius für regelmäßige Qualitätskontrolle.Bild: LR Health & Beauty

Warnzeichen bei anderen Aloe-Vera-Getränken:

  • Die Blatthaut mit dem Aloin wird mit verarbeitet.
  • Erhitzung, und damit Verlust hitzeempfindlicher Inhaltsstoffe
  • Aloe Vera aus gemischten, nicht nachvollziehbaren Anbaugebieten
  • geringer Anteil an reinem Blattgel im Getränk
  • keine Zertifizierung für Inhalt und Verarbeitung

Fazit

Anbau, Ernte, Verarbeitung und Transport lassen sich auf viele Arten organisieren. Wenn du Aloe Vera für dich nutzen willst, entscheide dich für ein Produkt, bei dem du den gesamten Weg kennst, und verlass dich nicht auf Werbeaussagen. Nur dann bekommst du nicht nur „100 % Aloe Vera“, sondern auch die Inhaltsstoffe, die im Blatt stecken.

Häufige Fragen

Was ist Aloin?

Aloin ist ein Bitterstoff aus der Blatthaut der Aloe Vera. Er wirkt abführend und ist für den regelmäßigen Verzehr nicht zugelassen. Deshalb wird bei LR nur das filetierte Blattmark verarbeitet.

Warum wird das Gel nicht pasteurisiert?

Viele Inhaltsstoffe der Aloe Vera sind hitzeempfindlich. Pasteurisieren würde sie schädigen. LR macht das Gel stattdessen mit Vitamin C haltbar.

Was bedeutet die IASC-Zertifizierung?

Der International Aloe Science Council prüft Herkunft, Reinheit und Verarbeitung von Aloe-Vera-Produkten. Zusammen mit dem Prüfsiegel des Instituts Fresenius belegt es, dass Inhalt und Verfahren regelmäßig kontrolliert werden.

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Wie viel du täglich trinkst und was im Blattgel steckt: Aloe Vera Gel trinken. Welche Sorte zu dir passt: Honig, Pfirsich, Sivera und Freedom im Vergleich. Die Gele selbst findest du im Sortiment.